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Grundlagen der Elektromobilität Alles Wissenswerte über Elektroautos und Hybriden

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Mit Elektromobilität bezeichnet man Straßenverkehr mit voll- oder teilelektrisch betriebenen Fahrzeugen – Elektroautos oder Hybriden mit Elektroantrieb und Verbrennungsmotor. Im Sprachgebrauch wird auch die Bezeichnung E-Mobility im selben Kontext verwendet. Derzeit erlebt die Elektromobilität einen Boom der durch drei voneinander unabhängige Entwicklungen angetrieben wird.

Erstens werden, durch den anhaltenden technischen Fortschritt bedingt, elektrische Energiespeicher - Batterien - bei gleichem Speichervermögen immer kompakter, also immer kleiner und leichter. Der BMW Mini-E von 2009 hat, bei vergleichbaren Fahrleistungen wie seine Geschwister mit Verbrennungsmotor, eine Reichweite von ungefähr 160km - dafür aber nur zwei Sitze. Für die Verwendung ein reines Stadtauto ist das völlig ausreichend, es reicht um zum Beispiel Berlin mehr als viermal zu durchqueren. Die Beschleunigung ist mit 8,5 Sekunden von 0 auf 100 sogar besser. Hier zeigt sich ein Vorteil des Elektromotors der über den gesamten Drehzahlbereich ein konstantes Drehmoment aufweist. Das heißt, die von den Rädern auf die Straße gebrachte Kraft hängt beim Elektroauto nicht von der Drehzahl des Motors ab wie beim Verbrennungsmotor. Es kommt daher auch ohne Schalt- beziehungsweise Automatikgetriebe aus.

 

Zweitens sind die Vorräte an fossilen Brennstoffen, also Erdöl, Kohle und Gas begrenzt und der weltweite Verbrauch steigt weiter an. Und das schon allein durch die wachsende Weltbevölkerung und die zunehmende Industrialisierung. Dadurch werden diese Stoffe immer wertvoller, was die Preise nach oben treibt. Der für die Elektromobilität notwendige Strom wird zwar derzeit auch hauptsächlich aus fossilen Brennstoffen gewonnen, es gibt aber auch andere Möglichkeiten. Darum kann man damit rechnen, dass die Strompreise auf lange Sicht nicht ganz so schnell steigen werden wie zum Beispiel der Ölpreis. Also bessere Aussichten für das Elektroauto. Als dritter Grund kommen noch immer schärfere gesetzliche Regelungen zum Schutz der Umwelt hinzu. Der Vorteil für das Elektroauto ist hier, dass die Umweltbelastung, wenn überhaupt, im Kraftwerk entsteht und damit der Stromlieferant dafür zuständig ist. Der Boom der Elektroautos ist zumindest in Großstädten wie Berlin an den überall aufsprießenden Stromtankstellen zu erkennen. Im Allgemeinen sind das einfach reservierte Parkplätze am Straßenrand, die mit einer elektrischen Zapfsäule ausgestattet sind. Die Aufstellung der Säulen an Parkplätzen hängt auch damit zusammen, dass das Volltanken beim Elektroauto drei bis vier Stunden benötigt. Und das am Starkstrom-Anschluss wie er in den Zapfsäulen zu finden ist - an der normalen Steckdose im Haushalt angeschlossen verlängert sich die Zeit auf 11 Stunden. Der Besitzer eines Elektroautos freut sich vielleicht noch über den freien Parkplatz, kostenlos wird der aber auch nicht sein, schließlich muss getankt werden und man kann davon ausgehen, dass die Parkgebühr im Strompreis enthalten ist. Da es noch keine flächendeckende Versorgung mit Stromtankstellen gibt und die Batterien im Vergleich zur erzielbaren Reichweite immer noch sehr groß und schwer sind, sind zumindest zurzeit Mischlösungen, sogenannte Hybrid-Fahrzeuge, die oft erste Wahl.

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